Stickstoff binden, Wertstoffe nutzbar machen
Bei der chemischen Luftwäsche werden ammoniakhaltige Emissionen gebunden. Dabei entsteht häufig Ammoniumsulfatlösung, kurz ASL. Typische Einsatzfelder sind die Gärresteaufbereitung in Biogasanlagen, Schlammbehandlung sowie industrielle Trocknungs- und Aufbereitungsprozesse, bei denen Ammoniakemissionen sicher reduziert werden müssen. ASL enthält Stickstoff und Schwefel und ist damit ein wertvoller Nährstoffträger. Die eigentliche Herausforderung beginnt nach der Luftwäsche: Es entsteht ein flüssiges Zwischenprodukt, das Lagerkapazität benötigt und in gleichbleibender Qualität weiterverarbeitet werden muss. Für Betreiber stellt sich deshalb die Frage, wie sich ASL zuverlässig auch in ein vermarktbares Düngemittel überführen lässt.
Wertvoll, aber anspruchsvoll
ASL ist als Flüssigkeit in der Handhabung anspruchsvoll. Je nach Konzentration, pH-Wert und Zusammensetzung kann die Lagerung besondere Anforderungen an Tanks, Leitungen und Betriebssicherheit stellen. Zusätzlich erschweren schwankende Qualitäten und unterschiedliche Stickstoffgehalte die direkte Nutzung oder Vermarktung. Gerade dort, wo Lagerkapazitäten knapp sind oder größere Mengen ASL anfallen, wird der Flüssigstrom schnell zum Kosten- und Logistikthema. Statt Nährstoffe gezielt in den Kreislauf zurückzuführen, entstehen zusätzlicher Aufwand für Zwischenlagerung, Transport und Qualitätssicherung. Der Nutzen der enthaltenen Nährstoffe lässt sich so oft nur eingeschränkt realisieren.
Die Lösung: Veredelung zum Feststoffdünger
Für eine wirtschaftliche Nutzung muss ASL in eine stabile und gut handhabbare Form überführt werden. Terrawater-ASL übernimmt diesen Schritt: Die Ammoniumsulfatlösung wird thermisch aufkonzentriert und kristallisiert zu schwefelsaurem Ammoniak, einem festen Stickstoff- und Schwefeldünger. Durch die Umwandlung in einen Feststoff wird aus der qualitativ undefinierten Ammoniumsulfatlösung ein definiertes Düngemittel. Da schwelsaures Ammonium auch noch erheblich leichter gegenüber ASL und zudem trocken ist, lässt es sich deutlich einfacher lagern und über längere Strecken transportieren. So kann der Stoff besser in bestehende Nährstoff- und Vermarktungskonzepte integriert werden. Gleichzeitig kann vorhandene Wärme aus technischen Prozessen genutzt werden, wodurch sich die Aufbereitung energieneutral und damit ressourcenschonend in bestehende Anlagenumgebungen einfügt.
Mehr Flexibilität im Nährstoffmanagement
Die Kristallisation von ASL entlastet Lagerkapazitäten und macht den Umgang mit dem Düngemittel deutlich planbarer. Statt flüssige ASL als anspruchsvolles Zwischenprodukt zu behandeln, entsteht ein lagerfähiger Feststoffdünger mit gleichbleibender Qualität. Damit unterstützt Terrawater-ASL eine konsequente Wertstoffrückgewinnung: Stickstoff und Schwefel bleiben im Kreislauf, Emissionsanforderungen werden mit wirtschaftlicher Nutzung verbunden und aus einem herausfordernden Stoffstrom wird ein marktfähiges Produkt.
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