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Klärwerke

Industrien

Klärwerke

Wasserkreisläufe in Klärwerken effizient steuern

Klärwerke stehen vor der Aufgabe, Abwasser unter anspruchsvollen und wechselnden Bedingungen sicher und effizient zu behandeln. Steigende Anforderungen an Reinigungsleistung, Energieeffizienz und Betriebssicherheit treffen auf variable Wasserqualitäten, wachsende Volumina und einen wirtschaftlichen Druck im laufenden Betrieb. Gleichzeitig gewinnen Aspekte wie Rückgewinnung von Ressourcen, Wärmerückgewinnung und die zuverlässige Verfügbarkeit technischer Systeme neue Bedeutung. Dadurch entstehen spezielle neuartige Herausforderungen: So beispielsweise bei der Gewinnung von Wärme aus Abwasser, wo Wärmepumpen zum Einsatz kommen, deren wärmetauschenden Aggregate ungewohnten Belastungen ausgesetzt sind. Feststoffe, organische Bestandteile, Fette, Fasern und biologische Prozesse beeinflussen Durchfluss, Wärmeübertragung und Anlagenstabilität. Ablagerungen, Verunreinigungen und Fouling erhöhen den Wartungsaufwand und können die Effizienz einzelner Prozessschritte deutlich beeinträchtigen. Überall dort also, wo Wärmetauscher, Wärmepumpensysteme oder weitere sensible Anlagentechnik eingebunden werden, ist ein zuverlässiger Micro- und Macrofouling-Schutz der wasserführenden Systeme entscheidend Weitere Herausforderungen entstehen dort, wo ammoniumhaltige Abluft aus der Klärschlammtrocknung in Bandtrockneren anfällt. Sie wird in Strippingkolonnen mit Schwefelsäure zusammengebracht, wodurch Ammoniumsulfat in liquider Form (ASL) entsteht. Durch neuartige technische Anordnungen gelingt es heute, diese ASL aufzukonzentrieren und zu einem verwendbaren Dünger zu kristallisieren – ein besonders anschauliches Beispiel für gelungene Kreislaufschließung und Ressourcenschonung. Welche Anwendungen in Klärwerken besonders relevant sind, zeigt sich in den spezifischen Anforderungen der jeweiligen Prozess- und Versorgungsstufen.