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Fouling und Scaling <br> in Umlaufverdampfern

Industrielle Wärme- und Kältetechnik

Fouling und Scaling
in Umlaufverdampfern

Stabile Reboilerleistung

Reboiler liefern die notwendige Wärme für den Betrieb von Destillationskolonnen und sind damit ein zentraler Bestandteil vieler Prozesse in der Lebensmittel-, Chemie-, Textil-, Papier-, Zucker-, Öl- und Raffinerieindustrie. Die Flüssigkeit aus dem Kolonnensumpf wird im Reboiler (Umlaufverdampfer) erhitzt und anschließend in die Kolonne zurückgeführt, um den Destillationsprozess aufrechtzuerhalten. Eine häufig eingesetzte Bauart sind Zwangsumlaufverdampfer, bei denen das Prozessmedium mit hoher Strömungsgeschwindigkeit durch den Wärmeübertrager geführt wird. Sie kommen besonders dann zum Einsatz, wenn Medien mit hoher Viskosität verarbeitet werden oder der Prozess zu starker Belagbildung neigt. Genau in diesen Anwendungen entscheidet ein stabiler Wärmeübergang über Anlagenverfügbarkeit, Produktqualität und Wirtschaftlichkeit.


Fouling und Scaling als Prozessbremse

Fouling und Scaling zählen zu den größten Herausforderungen im Betrieb von Reboilern. Schmutzpartikel, Polymere, Korrosionsprodukte oder mineralische Ablagerungen können sich auf den Wärmeübertragungsflächen absetzen und dort isolierende Schichten bilden. Die Folge: Der Gesamtwärmeübergangskoeffizient sinkt, die Reboilerleistung nimmt ab und die Stabilität des Destillationsprozesses wird beeinträchtigt. Um die erforderliche Heizleistung aufrechtzuerhalten, müssen konventionelle Reboiler häufig gereinigt oder ausgetauscht werden. Das unterbricht die Produktion, erhöht den Wartungsaufwand und führt zu wirtschaftlichen sowie energetischen Verlusten. Was zunächst als schleichende Belagbildung beginnt, kann am Ende den Durchsatz begrenzen, die Prozesseffizienz senken und die Betriebskosten deutlich erhöhen.

Die Lösung: Klaren-Wärmetauscher

Der Klaren-Wärmetauscher eignet sich besonders für vertikale Zwangsumlaufverdampfer und hält die Rohrinnenflächen im laufenden Betrieb sauber. Das System basiert auf einem vertikalen Rohrbündeldesign und verfügt über einen Selbstreinigungsmechanismus, der Fouling und Scaling kontinuierlich verhindert, bevor Ablagerungen den Wärmeübergang beeinträchtigen können. Auf der Rohrseite strömt das Prozessmedium gemeinsam mit speziellen Reinigungspartikeln von unten nach oben durch die Rohre. Die Reinigungspartikel bilden dort eine Wirbelschicht. Sie werden durch die Strömung kontrolliert in Bewegung gehalten und erzeugen entlang der Rohrinnenwände eine kontinuierliche, schonende Reinigungswirkung. Ablagerungen werden bereits im Entstehen entfernt, bevor sie sich zu einer leistungshemmenden Fouling-Schicht aufbauen können. Ein speziell ausgelegtes Einlauf- und Verteilungssystem sorgt für eine gleichmäßige Strömung sowie eine homogene Verteilung der Reinigungspartikel über alle Rohre. Dadurch bleibt die Reinigungswirkung über die gesamte Wärmeübertragungsfläche stabil – auch bei anspruchsvollen Prozessbedingungen und schwankenden Betriebslasten.

Stabiler Wärmeübergang, stabile Destillation

TAPROGGE LÖSUNGEN

Durch die kontinuierliche Vermeidung von Belagbildung bleiben die Wärmeübertragungsflächen sauber und vollständig für den Wärmeübergang verfügbar. Der Gesamtwärmeübergangskoeffizient bleibt stabil, die Reboilerleistung wird aufrechterhalten und die notwendige Wärmezufuhr zur Destillationskolonne kann über lange Betriebszeiten zuverlässig bereitgestellt werden. Ein stabiler Wärmeübergang unterstützt eine konstante Umwälzmenge und einen gleichmäßigen Kolonnenbetrieb. 

Stabile Leistung. Weniger Fouling.

Stabile Leistung und weniger Fouling tragen dazu bei, Produktqualität und Prozesseffizienz auch über längere Betriebszeiten auf konstantem Niveau zu halten. Gleichzeitig reduziert die Selbstreinigung den Bedarf an mechanischer oder chemischer Reinigung sowie weiteren Maßnahmen zur Foulingkontrolle deutlich. Bestehende vertikale Zwangsumlaufverdampfer mit starker Belagbildung können häufig mit vergleichsweise geringem Aufwand auf eine selbstreinigende Konfiguration umgerüstet werden. So lässt sich die Anlagenleistung verbessern, ohne die gesamte Einheit austauschen zu müssen.


Langfristig bewährt im Dauerbetrieb

Die Vorteile des selbstreinigenden Klaren-Wärmetauschers zeigen sich besonders im industriellen Langzeitbetrieb. In einer chemischen Anwendung wurde ein dampfbeheizter Reboiler zur Rückgewinnung einer flüchtigen organischen Komponente aus einer stark foulingbildenden organischen Lösung eingesetzt. In der konventionellen Ausführung bildeten sich harte, schwarze Ablagerungen im oberen Rohrbereich. Deshalb musste die Anlage alle vier bis fünf Tage auf eine gereinigte Reserveeinheit umgeschaltet werden. Nach der Installation eines selbstreinigenden Klaren-Wärmetauschers wurde der Betrieb dauerhaft stabilisiert. Die Anlage ist seit mehr als 20 Jahren ohne regelmäßige Reinigung in Betrieb – im Vergleich zu rund 70 Reinigungen pro Jahr beim konventionellen Reboiler. Gleichzeitig blieb die Zirkulationsrate konstant, wodurch ein stabiler Kolonnenbetrieb, ein höherer Gesamtdurchsatz und eine verbesserte Rückgewinnung der organischen Komponente erreicht wurden. Auch der Rückstand im Kolonnensumpf konnte stärker konzentriert werden.

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Jede Anwendung ist anders. Gemeinsam klären wir Ihre Anforderungen und finden eine Lösung, die technisch und wirtschaftlich zu Ihrem Einsatz passt.

Vivek Agrawal

Vertriebs-Ingenieur

Mehr Leistung, weniger Stillstand

Durch die kontinuierliche Selbstreinigung bleibt die Reboilerleistung auch in stark foulinggefährdeten Anwendungen langfristig stabil. Betreiber profitieren von höherer Anlagenverfügbarkeit, weniger Reinigungsstillständen, geringerem Wartungsaufwand und einem stabileren Destillationsprozess. Gleichzeitig können Durchsatz und Produktrückgewinnung verbessert und die Betriebskosten gesenkt werden.