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Terrawater-<br>HDH

Entsalzung und Aufkonzentration

Terrawater-
HDH

Grünes Wasser aus jeder Quelle

Die Forderung, Herstellungsprozesse nachhaltig zu gestalten, ist heute in zahlreichen Staaten fester Bestandteil regulatorischer Vorgaben und verlangt von Betreibern wassergeführter Prozesse, anfallende Abwasserströme zu minimieren oder vollständig aufzubereiten. Die Lösung sind Systeme für Minimum Liquid Discharge (MLD) oder für vollständiges Zero Liquid Discharge (ZLD). Sie machen Wasser wiederverwendbar und schonen so knappe Wasserressourcen. Parallel dazu trennen sie stoffliche Rückstände, etwa Salze, ab, damit diese sicher entsorgt oder verwertet werden können. Terrawater HDH wurde für genau diese Anforderungen entwickelt.


Funktionsweise

Terrawater-HDH (Humidification Dehumidification) basiert auf einem thermischen Trennverfahren. Ein Trägergas, in der Regel Luft, wird in einer Befeuchtungseinheit (Humidifier) mit dem zu behandelnden Salzwasser in Kontakt gebracht. Dabei sättigt sich die Luft mit Wasserdampf, während die gelösten Salze im Wasser zurückbleiben. Anschließend wird die feuchte Luft in eine Entfeuchtungseinheit (Dehumidifier) geleitet. Dort kondensiert der Wasserdampf an gekühlten Flächen (z.B. Flächen eines Wärmetauschers), über die kühleres Wasser geführt wird. Das Ergebnis sind zwei getrennte Ströme: reines Destillat und aufkonzentrierte Sole. Je nach Anwendung kann das System in einem geschlossenen Luftkreislauf zur Maximierung der thermischen Effizienz oder in einem offenen Kreislauf betrieben werden.

Stabil auch bei hoher Salzfracht

Terrawater-HDH

Durch Integration der bewährten Taprogge-Reinigungstechnologie können auch Wässer mit hoher Scaling-Neigung und sehr hohem Salzgehalt bis kurz vor die Sättigungsgrenze aufkonzentriert werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Entsalzungsverfahren kommt Terrawater HDH dabei vollständig ohne Zusatzchemie aus. Fouling und Scaling werden chemiefrei beherrscht. Das sichert eine konstant hohe Anlagenverfügbarkeit und reduziert den Wartungsaufwand deutlich. Gleichzeitig senkt die Nutzung von Abwärme aus benachbarten Prozessen als Energiequelle die Betriebskosten und verbessert den ökologischen Fußabdruck des Gesamtprozesses.

Vorteile im Betrieb

Der entscheidende Vorteil des Terrawater-HDH-Verfahrens liegt in seiner Robustheit und in der Nutzung kostenfreier Abwärme als Energiequelle. Da das System bei relativ niedrigen Temperaturen arbeitet, reichen bereits schwache Abwärmeströme von mehr als 50 °C bis 100 °C aus benachbarten Prozessen aus – etwa Abwärme von Motoren, für die es sonst oft keine sinnvolle Nutzung gibt. Diese steht vielerorts kostenfrei zur Verfügung. In Off-Grid-Anwendungen ist auch solarthermische Wärme eine ideale Energiequelle. Zudem arbeitet das System bei Umgebungsdruck und nicht im Vakuum. Dadurch kann es auf komplexe Vakuumtechnik verzichten und bleibt in Betrieb und Wartung unkompliziert und robust.

Einsatzfelder von Meerwasser bis Industrieabwasser

Ob es um die Entsalzung von Meer- und Brackwasser, die Reduzierung von Abwasserströmen aus der Entsalzung (Brines) oder die Minimierung von Industrieabwässern im Rahmen einer MLD- oder ZLD-Strategie geht: Terrawater-HDH bietet für diese Anforderungen eine besonders stabile und energieeffiziente Lösung. Dabei nutzt das System das natürliche Prinzip der Verdunstung, um Wasser von gelösten Salzen zu trennen. Dabei vereint es die bewährten TerraBasic- und TerraPreCon-Technologien in einer einheitlichen Produktlinie.


Einsatzbereiche

  • Meer- und Brackwasserentsalzung
  • Aufkonzentration von Prozesslösungen und Solen
  • Aufkonzentration von Brine-Strömen aus der Entsalzung (MLD/ZLD) 
  • Aufkonzentration von industriellen Abwässern 
  • Vorbehandlung für ZLD-Systeme (z.B. in Kombination mit Terrawater Saline)
  • Schließen industrieller Wasserkreisläufe