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Klaren-MEE

Entsalzung und Aufkonzentration

Klaren-MEE

Mehr Effizienz in der Verdampfung

Mehrstufige Verdampferanlagen (MEE – Multi-Effect Evaporators) sind bewährte Systeme zur Verdampfung und Aufkonzentrierung industrieller Flüssigkeiten. In der Praxis werden ihre Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit jedoch häufig durch Fouling und Scaling eingeschränkt. Ablagerungen auf Wärmeübertragungsflächen verschlechtern den Wärmeübergang, erhöhen den Druckverlust und führen zu einem höheren Energieverbrauch, einem gesteigerten Reinigungsaufwand sowie einer reduzierten Verdampfungsleistung. Mit Klaren-MEE bietet Taprogge eine Lösung, die konventionelle mehrstufige Verdampfung durch eine Selbstreinigungsfunktion ergänzt und verbessert. Durch den gezielten Einsatz in Verdampferstufen, die besonders anfällig für Fouling und Scaling sind, stabilisiert das System den Wärmeübergang, reduziert Stillstandszeiten und steigert die Effizienz der Gesamtanlage.


Funktionsweise Klaren-MEE

In einer mehrstufigen Verdampferanlage wird der in einer Stufe erzeugte Dampf als Heizmedium für die nächste Stufe eingesetzt. So wird die eingesetzte thermische Energie besonders effizient genutzt. Je nach Anwendung werden die Verdampfer im Gleichstrom oder Gegenstrom betrieben. Dabei fließen das zu verdampfende Medium und der Heizdampf entweder in gleicher oder in entgegengesetzter Richtung durch die Verdampferkette. Klaren-MEE erweitert diesen Prozess durch die Integration selbstreinigender Verdampfer, die in der Regel nicht in allen, sondern nur in ausgewählten Verdampferstufen eingesetzt werden. In den Rohren des Wärmeübertragers wird dabei ein Wirbelbett aus Reinigungskörpern erzeugt. Die aufwärtsströmende Flüssigkeit hält diese Partikel in Bewegung. Dadurch entsteht entlang der Rohrinnenwände eine schonende, zugleich aber wirksame Reinigungswirkung. So wird die Bildung von Fouling-Schichten verhindert und Ablagerungen werden bereits in einem frühen Stadium entfernt. Ein speziell ausgelegtes Verteilersystem sorgt am Eintritt für eine gleichmäßige Verteilung der Partikel. Dies unterstützt einen stabilen Betrieb und gewährleistet über lange Laufzeiten hinweg einen effizienten Wärmeübergang.

<p>Klaren-MEE: Schematische Darstellung</p>

Klaren-MEE: Schematische Darstellung

Vorteile auf einen Blick

  • Stabile Verdampfungsleistung
    Konstant hohe Wärmeübergangskoeffizienten sichern zuverlässige Verdampfungsraten.
  • Kontinuierlicher Betrieb bei reduzierter Verschmutzung
    Selbstreinigende Verdampfer verringern reinigungsbedingte Unterbrechungen und unterstützen einen stabilen Anlagendurchsatz.
  • Niedrigere Wartungs- und Reinigungskosten
    Die kontinuierliche Online-Reinigung senkt den Bedarf an häufigen manuellen Reinigungs- und Wartungsmaßnahmen. Dadurch steigen sowohl Anlagenlaufzeit als auch Verfügbarkeit, während die Betriebskosten sinken.
  • Längere Lebensdauer der Verdampfer
    Weniger Ablagerungen verringern die mechanische und thermische Belastung der Anlagen und tragen zu einer längeren Lebensdauer der Verdampfer bei.
  • Nachhaltigerer Betrieb
    Ein geringerer Einsatz von Reinigungschemikalien und ein reduzierter Wasserverbrauch unterstützen einen ressourceneffizienten Anlagenbetrieb.

Gezielte Selbstreinigung für optimale Leistung

TAPROGGE LÖSUNGEN

Nicht alle Verdampferstufen in einem MEE-System sind gleichermaßen foulinganfällig. Unsere Klaren MEE-Anlage konzentriert sich daher auf die, bei denen Scaling und andere Ablagerungen die Leistung am stärksten beeinträchtigen. Dieser selektive Ansatz gewährleistet eine hohe Effizienz bei gleichzeitig reduziertem Investitionsaufwand und geringerer Systemkomplexität. Welche Verdampferstufen mit Selbstreinigung ausgestattet werden, hängt von mehreren Faktoren ab: von der Anlagenkonfiguration, der Beschickungsweise und der Zusammensetzung des aufzukonzentrierenden Mediums.

Für anspruchsvolle Prozesse

Die Klaren MEE-Anlage ist für industrielle Prozesse ausgelegt, bei denen Fouling und Scaling die Leistungsfähigkeit begrenzen und die Betriebskosten erhöhen. 

Typische Anwendungen sind:

  • Abwässer aus der chemischen, agrochemischen und pharmazeutischen Industrie
  • Medien mit hoher Salinität sowie RO-Konzentrate
  • Abwässer aus der Textil- und Farbstoffindustrie
  • Prozesswässer aus der Lebensmittel- und Getränkeproduktion
  • Industrielle Sole und andere anspruchsvolle Prozessflüssigkeiten